ECLASS ist ein branchenübergreifendes Klassifikationssystem, das häufig von Herstellern, dem Großhandel und eBusiness-Plattformen angefordert wird. Wir erklären euch die wesentlichen Grundlagen zu diesem Standard ganz einfach und verständlich.

ECLASS ist ein weltweit genutzter Standard zur einheitlichen Beschreibung von Produkten, der auf einem hierarchischen Modell basiert und den Datenaustausch zwischen Lieferanten und Empfängern harmonisiert. Während ECLASS Basic auf einfache Strukturen setzt, bietet ECLASS Advanced (auf XML-Basis) komplexe Möglichkeiten für technische Anwendungen im Engineering. Um den Aufwand für verschiedene Versionen und Marktplätze wie Mercateo oder Amazon zu bewältigen, helfen euch Product-Data-Syndication-Softwarelösungen wie CatalogExpress. Mit diesen Tools automatisiert ihr die Klassifizierung (etwa über integrierte Standardschnittstellen zu gängigen PIM-Systemen) und profitiert von der schnellen Bereitstellung in Standards & Formaten wie BMEcat oder Excel.
ECLASS (bis 2020 noch „eCl@ss“) ist ein branchen-übergreifendes Klassifikationssystem zur eindeutigen Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen. Als Industriestandard ist ECLASS ISO/IEC-normenkonform und wird weltweit angewendet.
Die Organisation ECLASS e.V. entwickelt den Klassifizierungsstandard. Der Verein wird von Unternehmen, Verbänden und Institutionen aus verschiedenen Branchen getragen. Ziel der Organisation ist dabei, ECLASS als Klassifikationsstandard kontinuierlich an aktuelle und zukünftige Marktanforderungen anzupassen und seine internationale Verbreitung zu fördern.
Achtung: ECLASS ist nicht kostenlos und frei verfügbar. Wenn ihr als Unternehmen den Klassifikationsstandard nutzen möchtet, müsst ihr dafür eine Lizenz oder Mitgliedschaft erwerben. Weitere Informationen dazu findet ihr auch auf der offiziellen ECLASS-Website.
Bei ECLASS gibt es zwei Hauptvarianten: Basic und Advanced. Mehr zu diesen und weiteren Aspekten erfahrt ihr ebenfalls in diesem Beitrag
Hinweis: Alle Informationen beziehen sich auf den Stand von Februar 2026.
ECLASS Basic ist die strukturell einfachere Form dieses Klassifikationsstandards. Ihr könnt ihn z.B. für weniger komplexe Produkte nutzen. Mehr zum Unterschied zwischen Basic und Advanced erfahrt ihr außerdem im Laufe dieses Beitrags. Zuerst stehen die allgemeinen Grundlagen im Fokus.
Bei ECLASS handelt es sich um einen hierarchisch aufgebauten Standard. Das bedeutet: Jede Ebene spezifiziert ein Produkt anhand von standardisierten Eigenschaften. Dabei gilt: Je tiefer die Ebene, desto spezifischer die Klassifizierung. Außerdem besitzt jede Ebene einen zweistelligen, numerischen Code. Insgesamt besteht eine ECLASS also aus einem 8-stelligen Klassencode. Neben den Codes besitzt jede Hierarchiestufe noch einen IRDI. IRDI steht für: International Registration Data Identifier.
Die Informationen zur ECLASS Basic-Klassifikation können sowohl als CSV als auch als XML Datei ausgetauscht werden. ECLASS bietet ein vierstufiges, hierarchisches System zur Gruppierung von Produkten und Dienstleistungen:
Hier ein anschauliches Beispiel zur Klassifizierung einer Öllampe gemäß ECLASS BASIC 14.0 (de) in allen vier Hierarchieebenen:

ECLASS Basic Klassifizierung einer Öllampe – Beispielbild für eine ECLASS Klassifikation
Die erste Hierarchieebene „Segment“ gibt die allgemeinste Klasse an. Im Fall der Öllampe wäre das die allgemeine Klasse
50 Möbel, Wohneinrichtung
Diese Klasse hat also den numerischen Code „50“ und ist zusätzlich durch den IRDI-Identifier
0173-1#01-AGE696#004 exakt identifizierbar.
Im ECLASS-Datenformat sieht diese Angabe dann so aus:
50000000 [AGE696004]
Die zweite Hierarchieebene „Main group“ grenzt das Produkt weiter ein.
Für die Öllampe wäre das die Angabe
50-17 Dekoration (Wohnen)
0173-1#01-AGW714#002
Der Code „50“ aus der ersten Hierarchieebene wird also beibehalten und um den Code dieser Klasse (hier „17“) ergänzt.
Die exakte Angabe im ECLASS-Datenformat wäre hier
50170000 [AGW714002]
Die dritte Hierarchieebene „Group“ spezifiziert das Produkt noch enger.
Im Fall der Öllampe ist hier die Bezeichnung
50-17-04 Kerze, Öllampe (Wohnen)
0173-1#01-AGY237#002
Im Datenformat wird diese Klasse dann so angegeben:
50170400 [AGY237002]
In der vierten und höchsten Hierarchieebene „Commodity class“ wird die Öllampe sozusagen am spezifischsten klassifiziert. Dies wird auch durch die exakte Bezeichnung der Klasse deutlich:
50-17-04-02 Öllampe
0173-1#01-AGY599#004
Die genaue Bezeichnung in der Klassifikationsstruktur ist dann
50170402 [AGY599004]
Außerdem kann in der Ebene der Untergruppe die Öllampe auch noch durch Basis-Merkmale weiter charakterisiert werden, wie z.B. der Herstellername, die GLN des Lieferanten oder die GTIN. Jedes dieser Basis-Merkmale ist auch wieder durch einen IRDI exakt identifizierbar. Im Unterschied zu ETIM sind die Merkmale eine KANN-Information. Eure Produktdaten sind also auch ohne Produktmerkmale nach ECLASS valide.

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ECLASS Advanced erweitert allgemein die einfache Merkmalsstruktur von ECLASS Basic. Anders ausgedrückt: Basic ist also immer auch in Advanced enthalten. Nutzer der Advanced-Version können auch die Basic-Daten interpretieren. Aber: Andersherum geht das nicht.
ECLASS Advanced erweitert das Klassifikationsmodell dabei um folgende Strukturelemente:
Ein „Aspekt“ ist eine spezielle Variante eines Blocks auf der obersten Ebene einer Klasse. Während ein „Block“ SPEZIFISCHE produktbezogene Merkmale bündelt, ermöglicht ein „Aspekt“ die Bündelung bestimmter, allgemeiner (also NICHT-produktspezifischer) Eigenschaften. Das sind zum Beispiel Eigenschaften, die über den gesamten Lebenszyklus des Produkts oder für ganz bestimmte Anwendungssituationen relevant sind.
Bei einer Öllampe können das zum Beispiel allgemeine Nachhaltigkeits-Informationen sein, die im Rahmen des Aspekts „Environmental Footprint“ (IRDI: 0173-1#01-AHE711#002) angegeben werden können.
Dieser Aspekt klassifiziert die Öllampe sozusagen nach ihrer allgemeinen Auswirkung auf die Umwelt. Innerhalb dieses Aspekts können dann jeweils verschiedene Typen von Informationen strukturiert sein:
In der Praxis können das dann Angaben zur Nachhaltigkeit, der CO₂-Bilanz oder der Lebensdauer der Öllampe sein.

Um Aspekte in einem BMEcat anzugeben, wurde das Element Feature_Group definiert. ECLASS Advanced kann ab der BMEcat Version 2005.1 vollständig verarbeitet werden.
Ein Block dient dazu, thematisch zusammengehörige Eigenschaften zu bündeln. Er beschreibt ein oder mehrere Merkmale und kann dynamische Strukturen wie Polymorphismus und Kardinalität abbilden – hierzu gleich mehr. Zusätzlich kann ein Block auch weitere Blöcke enthalten, sogenannte Unterblöcke.
Ein Beispiel hierfür ist der Block „Technische Merkmale“ der Öllampe. Dieser umfasst weitere strukturierte Blöcke, etwa den Block „Dimension“, der unter anderem die Merkmale Breite, Länge und Tiefe beinhaltet.
Bei solchen Unterblöcken wird im übergeordneten Block eine Referenzeigenschaft verwendet. Diese legt fest, auf welchen Unterblock verwiesen wird und an welcher Stelle dieser innerhalb der Struktur eingebunden ist.

Die „Kardinalität“ (engl. „Cardinality“) gibt an, wie oft ein bestimmter Block mit seinen Merkmalen innerhalb eines Produkts vorkommen kann.
Der Zweck dieser Strukturierungsfunktion ist, identische Blöcke dynamisch zu vervielfachen und mehrfach zu verwenden. Das erspart euch, gleiche Blöcke redundant an mehreren Stellen immer wieder neu definieren zu müssen.
Nützlich ist das vor allem dann, wenn ein Produkt bestimmte gleichartige Merkmale oder Komponenten besitzt, die mehr als einmal vorhanden sind.
Das könnte zum Beispiel bei einem Schrank der Fall sein, der drei gleiche Schubladen hat.
In der Kardinalität von ECLASS Advanced gibt es zwei Propertys (Eigenschaften), die eine Rolle zentrale Rolle spielen:
In einem BMEcat mit ECLASS könnte eine Counter Property so aussehen:
<FEATURE>
<FTEMPLATE>
<FT_ID>0173-1#02-AAN469#004</FT_ID>
<FT_NAME>number of documents</FT_NAME>
</FTEMPLATE>
<FVALUE>2</FVALUE>
<FPARENT_ID>-1</FPARENT_ID>
</FEATURE>
„FT_ID“ beschreibt der IRDI die Counter Property „Number of Documents“. Die Anzahl wird über FVALUE angegeben. Hier ist der Wert „2“ hinterlegt, da wir zwei Dokumente (z.B. eine Wartungsanleitung und ein Sicherheitsdatenblatt) für unsere Öllampe besitzen.
Im Gegensatz zur Counter Property definiert die Reference Property die beiden Dokumente bzw. Blöcke genauer. Es werden also zwei Reference Propertys – eine für die Wartungsanleitung und eine für das Sicherheitsdatenblatt erstellt.
Für jede Reference Property wird eine eindeutige FID genutzt. So ist die FID auf der Wartungsanleitung beispielsweise „1234“ sein. Diese Blöcke bzw. Dokumente können dann mit spezifischen Eigenschaften (z.B. die Version) versehen werde. Im Folgenden seht ihr ein Beispiel dafür aus einem BMEcat.
<FEATURE>
<FTEMPLATE>
<FT_ID> 0173-1#02-AAP003#004</FT_ID>
<FT_NAME>version</FT_NAME>
</FTEMPLATE>
<FVALUE>1.0.3</FVALUE>
<FPARENT_ID>1234</FPARENT_ID>
</FEATURE>
Unter FT ID befindet sich der IRDI. Hierbei handelt es sich um die Version. FVALUE beschreibt, dass es sich um die Version 1.0.3 handelt. FPARENT_ID beschreibt, dass diese Version zur Wartungsanleitung mit der ID „1234“ gehört bzw. darauf referenziert.
„Polymorphismus“ ermöglicht die dynamische Anpassung der Beschreibungsstruktur für unterschiedliche Produktausprägungen. Dieses Strukturelement von ECLASS Advanced ermöglicht also, einen Block dynamisch anzupassen – je nachdem, welche spezifische Eigenschaft eines Produktes jeweils ausgewählt wird.
Ein Polymorphismus besteht konkret aus:
Die Bestandteile des Polymorphismus lassen sich exemplarisch anhand der Größenangaben eines würfelförmigen Gehäuses veranschaulichen. In diesem Zusammenhang verweist eine Referenzeigenschaft auf den Hauptblock „Size Dimension“ (Größenangaben). Dieser Hauptblock enthält die unterschiedlichen Varianten eines Produkts, etwa verschiedene Gehäuseformen wie zylindrisch, sphärisch oder würfelförmig.
Der Eintrag „FT Name“ gibt den Namen der Referenzeigenschaft an. Die VALUE_IDREF verweist auf den IRDI des zugehörigen spezialisierten Subblocks – in diesem Fall auf den Block für die Variante „cuboid“. Dieser Block enthält die Struktur mit den passenden Merkmalsfeldern wie Höhe, Breite und Tiefe. Welche Variante (z.B. zylindrisch, spährisch oder würfelförmig) tatsächlich verwendet wird, wird durch die Selective Type Property festgelegt.
Hier ist die Darstellung in einem BMEcat 2005 mit ECLASS:
<FEATURE>
<FTEMPLATE>
<FT_ID>0173-1#02-AAN483#002</FT_ID>
<FT_NAME>type of enveloping body</FT_NAME>
</FTEMPLATE>
<VALUE_IDREF>0173-1#07-AAR647#001</VALUE_IDREF>
<FVALUE_DETAILS>enveloping body cuboid</FVALUE_DETAILS>
<FID>515657271</FID>
<FPARENT_ID>480599771</FPARENT_ID>
</FEATURE>
Im gezeigten Beispiel lautet die selektive Typ-Eigenschaft „type of enveloping body“, was der Gehäuseform entspricht. Die VALUE_IDREF verweist hier – im Gegensatz zur Reference Property – nicht auf einen Block, sondern auf einen konkreten Wert aus einer ECLASS-Werteliste. In diesem Fall handelt es sich um „enveloping body cuboid“, also eine würfelförmige Gehäuseform. Dadurch wird der Block mit den zugehörigen Merkmale, wie Höhe, Breite und Tiefe, aktiviert.
Wichtig: Die Selective Type Property bestimmt, welche Variante gewählt wird. Das bedeutet, dass die ausgewählte Variante in der Selective Type Property auch die VALUE_IDREF der Reference Property steuert. Anders gesagt: Je nachdem, welcher Wert in der Selective Type Property gesetzt ist („cuboid“, „cylinder“ usw.), zeigt die Reference Property auf den passenden Unterblock mit den entsprechenden Eigenschaften.
Würde stattdessen „enveloping body cylinder“ als VALUE_IDREF angegeben, käme ein anderer Block zur Anwendung – mit passenden Eigenschaften wie Durchmesser und Höhe. Zudem ist die selektive Type Property über die FPARENT_ID der Referenzeigenschaft von „Size Dimension“ zugeordnet – also dem Block aus dem zuvor gezeigten Beispiel.
Beide ECLASS-Varianten (Basic und Advanced) dienen dazu, Produkte und Dienstleistungen einheitlich und standardisiert zu beschreiben. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Struktur (dem Grad ihrer Komplexität sowie ihrer Flexibilität) und ihrem Anwendungsbereich. Hier ein Blick auf einige strukturelle und inhaltliche Unterschiede:
Für die Öllampe wäre ein solches Merkmal zum Bespiel die Werteliste „Lieferzustand“ (0173-1#02-AAX601#003), die verschiedene Ausprägungen wie „fertig montiert“, „teilmontiert“ oder „zerlegt“ enthalten kann.

Diese komplexere Variante ist eine sinnvolle Wahl für technische Anwendungen, bei denen eine detaillierte und flexible Beschreibung von Produkten notwendig ist. ECLASS Advanced ermöglicht quasi eine detaillierte und zugleich übersichtliche Referenzierung von einzelnen Produktmerkmalen eines Produkts, aber auch zwischen verschiedenen Produkten zueinander.
Aktuell wird jedes Jahr eine neue ECLASS-Version veröffentlicht, um die sich stetig ändernden Anforderungen an Produktdaten in verschiedenen Branchen zu berücksichtigen.Ältere Versionen wie ECLASS 4.0 oder ECLASS 7.0 etablierten wichtige Details, die teils bis heute im Aufbau des Klassifikationsmodell enthalten sind.
ECLASS 14.0 wurde im November 2023 veröffentlicht. Diese Version bietet etwa 400 zusätzliche Klassen, mehr als 70 neue Blöcke, etwa 2500 Merkmale und knapp 1900 zusätzliche Wertangaben. Der Standard ist in ECLASS 14. bereits in 17 Sprachen ganz und in weiteren Sprachen zum Teil übersetzt.
ECLASS 15.0 ist als Produktivversion am 29.11.2024 erschienen. Sie bietet unter anderem Komplettübersetzungen in 29 Sprachen, 490 zusätzliche Klassen, mehr als 800 neue Merkmale, über 1700 zusätzliche Werte sowie mehr als 200 neuartige Wertelisten.
ECLASS 16.0 erschien am 28.11.2025 und bietet u.a. mehr als 995 neue Klassen. Weitere Informationen zu ECLASS stehen ebenfalls auf der offiziellen ECLASS-Website.
Hier ein direkter Vergleich zwischen ECLASS und ETIM, um einige dieser Unterschiede besser zu verstehen:
Hauptfokus
Datenmodell
Flexibilität
Ein zentraler Vorteil ist die Standardisierung: ECLASS vereinheitlicht die Klassifikation von Produkten und Dienstleistungen und erleichtert dadurch den elektronischen Datenaustausch, da Datenlieferanten und Datenempfänger eine gemeinsame Sprache verwenden.
Darüber hinaus ist ECLASS sprachunabhängig, da der numerische Code für Produkte und Dienstleistungen in allen Sprachen identisch bleibt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Eindeutigkeit: Durch sprachneutrale und maschinenlesbare Beschreibungen werden Verwechslungen vermieden.
Auch die Erweiterbarkeit von ECLASS ist hervorzuheben. Mit ECLASS Advanced sind detaillierte Produktbeschreibungen möglich, die beispielsweise Blöcke, Aspekte, Kardinalitäten und Polymorphismus umfassen.
Zudem trägt die Nutzung von Klassifikationen wie ECLASS dazu bei, die Auffindbarkeit von Produkten zu verbessern. So lassen sich Produkte im Onlineshop leichter nach Kriterien wie Material oder Größe vergleichen.
Neben diesen und weiteren Vorteilen sollten auch mögliche Herausforderungen bei der Einführung und Nutzung von ECLASS nicht unerwähnt bleiben. Dazu gehören folgende Aspekte:
Datenqualität und Konsistenz:
Fehlerhafte oder inkonsistente Daten z.B. im PIM-System können eine nachfolgende Klassifikation nach ECLASS erheblich behindern. Es ist daher wichtig, ein durchdachtes Produktdatenmanagement sicherzustellen. Dies sollte von der Produktentwicklung bis zur Produktlistung in Onlineshops erfolgen.
Da Händler ihre Produktdaten häufig oft auch gemäß verschiedenen Klassifikationen angeben müssen, ist die Verhinderung von Dateninkonsistenzen besonders essenziell. ECLASS verhindert solche Inkonsistenzen, in dem es eindeutige Möglichkeiten etwa zur Farbangabe eines Produktes definiert.
Klassifikationswechsel bewältigen:
Nicht nur die Ausleitung verschiedener Klassifikationsstandards, sondern auch die Umstellung auf eine Klassifikationsversion kann mitunter aufwendig sein. Manche ECLASS-Klassen sind in einer neuen Version womöglich weggefallen oder ihre Definition hat sich geändert.
Statt viele Produktdaten händisch nach der jeweils aktuellen ECLASS-Version zu strukturieren, ist die Verwendung von darauf spezialisierten Softwarelösungen wie CatalogExpress ratsam. Das SaaS-Tool ermöglicht die Automatisierung der Generierung verschiedener Austauschformate und Klassifikationsmodelle, darunter auch ECLASS.
Klassifikationssysteme wie ECLASS unterstützen das Produktdatenmanagement, indem sie für Standardisierung sorgen. ECLASS stellt eine einheitliche Sprache und klare Struktur bereit, um Produktinformationen konsistent zu organisieren. So können Produkte eindeutig beschrieben und zugeordnet werden.
Ein Beispiel dafür sind Öllampen, die in unterschiedlichen Grundformen angeboten werden. Als Händler erhaltet ihr Produktdaten von verschiedenen Lieferanten, etwa von den Herstellern Ölglanz und LumenCraft. Während der eine Hersteller seine Lampenformen als Halbkreis, eierförmig oder kastenförmig beschreibt, verwendet der andere Begriffe wie bogenförmig, länglich-oval oder schachtelförmig.
Ohne Standardisierung führen solche unterschiedlichen Bezeichnungen beim Import der Daten in eure Systeme wie PIM oder ERP dazu, dass verschiedene Varianten der Grundform separat erfasst werden. Mit ECLASS hingegen werden die Grundformen unter standardisierten, klar definierten Begriffen wie „gebogen“ oder „oval“ zusammengeführt.
ECLASS minimiert zudem Inkonsistenzen bei Produktdaten, beispielsweise durch die Festlegung einer einheitlichen Maßeinheit. Werden unterschiedliche Maße wie Höhe in „mm“, „cm“ oder „inch“ angegeben, sorgt ECLASS dafür, dass nur eine standardisierte Einheit, etwa „mm“, verwendet wird.
Dies erleichtert euch auch die Transformation von Produktdaten zwischen verschiedenen Datenstandards wie BMEcat, FAB-DIS oder DPB – sowie die Anpassung an unterschiedliche Klassifikationsstandards wie ECLASS oder UNSPSC. So könnt ihr Daten einfach an Großhändler, Kunden oder eBusiness-Kanäle übermitteln.
Die eProcurement-Plattform simple system unterstützt zum Beispiel die ECLASS-Versionen 5.1 und 7.1 (Stand Januar 2025). Viele Datenempfänger verlangen allerdings die jeweils aktuelle Version.
Daher ist es wichtig, sowohl ältere als auch neuere Klassifikationsversionen dauerhaft bereitstellen und verarbeiten zu können. In der Praxis kommen dafür PIM-Systeme wie von Anbietern wie Akeneo, ATAMYA (ehemals eggheads), Centric (ehemals Contentserv), Crossbase, OMN von Apollon, Pimcore oder etwa Viamedici zum Einsatz, die verschiedene Klassifikationen und deren Versionen verwalten und aufbereiten. Dies kann allerdings den Pflegeaufwand und die Datenhaltung erheblich erhöhen.
Ihr erhaltet Produktdaten von diversen Datenlieferanten und möchtet diese nach euren Anforderungen klassifizieren? Oder ihr möchtet Produktdaten nach ETIM, ECLASS und Co. in verschiedenen Versionen für Marktplätze, Kunden oder Branchenportalen klassifizieren? Mit unseren Softwarelösungen für Lieferantendaten-Onboarding (Supplier-Portal) und Product-Data-Syndication (CatalogExpress) automatisiert ihr eure Klassifizierungsprozesse.
Zum Beispiel könnt ihr elektronische Kataloge in Austauschformaten wie BMEcat 1.2 & 2005, BMDG, CIF Ariba, CSV, DATANORM, DPB-Branchenstandard, DICO, DQR, ETIM BMEcat (4.0.3. und 5.0), ETIM xChange, EXCEL/XLSX, FAB-DIS, GAEB, JSON, openTRANS, PBSeasy, XML und XRechnung generieren.
Besonders praktisch: Entsprechende Vorlagen für relevante Austauschformate oder eBusiness-Kanäle (z. B. Amazon, ARGE Neue Medien / BMDG, Conrad, DQR, FAB-DIS,) und vieles mehr sind bereits integriert.
Zudem bieten unsere Produktdatenmanagement-Softwarelösungen auch Standardschnittstellen zu gängigen PIM-Systemen von Akeneo, ATAMYA (ehemals eggheads), Centric (ehemals Contentserv), Crossbase, OMN von Apollon, Pimcore oder etwa Viamedici.
Wie ein fleißiges Eichhörnchen sammelt, prüft und klassifiziert das Supplier-Portal eure Lieferantendaten – immer streng nach euren vorgegebenen Regeln Fehlerhafte Daten werden identifiziert und behoben. Gute Daten kommen geprüft, vereinheitlicht und automatisiert in euer PIM und ERP. Für weniger Rückfragen, klar definierte Prozesse und Lieferantendaten, die dann endlich in guter Qualität vorliegen.
Wie ein Chamäleon passt sich CatalogExpress jeder Umgebung an: Kunden, Datenpools, Marktplätze, – jeder fordert andere Daten und Klassifikationen. Mit unserem Tool führt ihr Datenquellen zusammen, bereitet sie passgenau auf und verteilt sie automatisiert an eure Zielkanäle. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Klassifikationssystemen und -versionen gelingt damit mühelos. So generiert ihr Klassifikationen, individuelle Formate oder bekannte Datenstandards – schnell, fehlerfrei und wiederverwendbar.
Jan ist seit 2024 bei nexoma. Dem gelernten E-Commerce-Kaufmann sind Produktdaten alles andere als fremd. Als sprachlich versierter Marketing Manager ist Jan außerdem unser Mann für viele Texte (Deutsch und Englisch) und versorgt euch unter anderem mit wissenswerten NEXIpedia- und Newsletter-Beiträgen.
