Hand aufs Herz: Wie viele von euch hatten den BMEcat angesichts moderner Formate wie ETIM xChange insgeheim schon etwas abgeschrieben? Nicht wenige in der Branche gingen davon aus, dass das etablierte Standard-Format seine besten Tage vielleicht schon hinter sich haben könnte. Doch Totgeglaubte leben bekanntlich länger! Anstatt an Bedeutung zu verlieren, packt unser bewährtes BMEcat-Format jetzt die Koffer: Der BMEcat wird europäisch und startet unter dem Namen EuroCat in eine völlig neue Ära.
Was das neue Format für euren Alltag im Produktdatenmanagement bedeutet und wie ihr euch am besten darauf vorbereitet, erfahrt ihr hier.
EuroCat ist die allererste europäische Normenserie für den Austausch von digitalen Produktkatalogen. Das Format ist eine direkte Weiterentwicklung, die maßgeblich auf den bewährten Strukturen und Inhalten des deutschen BMEcat aufbaut.
Entwickelt wurde dieser Meilenstein von vertrauten Gesichtern der Branche: Den ursprünglichen BMEcat-Entwicklern Prof. Dr. Frank-Dieter Dorloff und Dr. Veit Jahns. Um einen echten europäischen Standard zu schaffen, haben sie eng mit internationalen Experten zusammengearbeitet – unter anderem aus Schweden, den Niederlanden, Ungarn, Zypern, Dänemark und Finnland.
Wenn ihr euch fragt, wann EuroCat kommt: Auf dem Papier ist die Norm tatsächlich bereits offiziell verabschiedet! Am 19. Mai 2026 wurde das gesamte Konzept auf den 17. BME-eLÖSUNGSTAGEN offiziell präsentiert.
Die für euch wohl wichtigste aktuelle Entwicklung betrifft jedoch die Kompatibilität: Der etablierte BMEcat bleibt kompatibel. Ihr müsst also keine Angst um eure bestehenden Datenstrukturen haben. Damit der Datenaustausch künftig grenzüberschreitend funktioniert, wird aktuell eine konkrete Anleitung, das sogenannte „Syntax Binding“, erarbeitet. Dieses Regelwerk wird definieren, wie ihr bestehende BMEcat-Daten verlustfrei und standardkonform in ganz Europa verwenden könnt.
Darüber hinaus bringt EuroCat spannende neue Funktionen für eure Prozesse mit: Das Format ermöglicht es künftig, Produktkataloge bereits in der Ausschreibungsphase als sogenannte „Pre-Award-Kataloge“ zu nutzen. Dadurch lassen sich Nachrichten aus vor- und nachgelagerten Prozessen – wie etwa Bestellungen – viel tiefer und nahtloser innerhalb eurer Systeme verknüpfen.
EuroCat wird überall dort zum Gamechanger, wo der elektronische Warenverkehr grenzüberschreitend ablaufen soll und Katalogdaten aus unterschiedlichen Formaten einfach und ohne Reibungsverluste übernommen werden müssen. Das Ziel ist eine durchgängige und bessere Integration innerhalb der gesamten europäischen E-Procurement-Kette.
Zudem wird EuroCat überall dort relevant, wo Unternehmen großen Wert auf nachhaltige Beschaffung legen, da die neue Norm moderne Anforderungen an Nachhaltigkeit direkt integriert.
Um bestmöglich für den Rollout gerüstet zu sein, solltet ihr euer Produktdatenmanagement flexibel und zukunftssicher aufstellen:
Der „E-Procurement Innovation Guide“: Um völlig neue Potenziale im Einkauf zu wecken, wurde parallel zu EuroCat ein „E-Procurement Innovation Guide“ erarbeitet. Er soll detailliert aufzeigen, welche innovativen Konzepte eurem digitalen (und nicht digitalen) Einkauf in welcher Phase einen Schub geben können. Wichtiger Hinweis: Wir haben uns für euch auf die Suche gemacht, aktuell ist dieser Guide jedoch noch nicht öffentlich auffindbar. Sobald sich das ändert, aktualisieren wir diesen Beitrag sofort!
Datenqualität an der Quelle sichern: Der beste Standard nützt euch absolut nichts bei schlechten Daten. Und das betrifft beide Seiten eurer Datenwelt: Pflegt eure eigenen Produktdaten zentral und fehlerfrei in euren Quellsystemen (z.B. PIM oder ERP) Genauso wichtig: Sammelt und prüft parallel eure externen Lieferantendaten frühzeitig, beispielsweise über ein cleveres Supplier-Portal. Wenn fehlende Informationen sowohl intern (z.B. im PIM) als auch extern schon beim Lieferanten-Onboarding behoben werden, flutschen eure gesamten Daten später butterweich durch jeden EuroCat-Export!
Auf anpassungsfähige Software setzen: Nutzt agile Data-Syndication– oder Feed-Management-Software, die an jede Datenanforderung anpassen. Solche Tools kombinieren verschiedene Quelldaten, prüfen diese und bringen sie automatisiert (nach dem initialen Mapping) in die geforderte Struktur – egal ob ETIM xChange, euer bisheriger BMEcat oder bald EuroCat.
Bereitet eure Daten vor, bleibt flexibel – und dann heißt es: Willkommen in Europa, BMEcat!
Ihr erhaltet elektronische Kataloge von diversen Datenlieferanten und möchtet diese in EuroCat konvertieren? Oder ihr möchtet EuroCat für Großhändler, Kunden, Marktplätze oder Branchenportalen syndizieren? Mit unseren Softwarelösungen für Lieferantendaten-Onboarding (Supplier-Portal) und Product-Data-Syndication (CatalogExpress) automatisiert ihr eure Produktdatenaustausch-Prozesse.
Wie ein Chamäleon passt sich CatalogExpress jeder Umgebung an: Kunden, Datenpools, Marktplätze, – jeder fordert andere Daten. Mit unserem Data-Syndication-Tool führt ihr Datenquellen zusammen, bereitet sie passgenau auf und verteilt sie automatisiert an eure Zielkanäle.
So generiert ihr Klassifikationen, individuelle Formate oder bekannte Datenstandards – schnell, fehlerfrei und wiederverwendbar.
Wie ein fleißiges Eichhörnchen sammelt, prüft und klassifiziert das Supplier-Portal eure Lieferantendaten – immer streng nach euren vorgegebenen Regeln Fehlerhafte Daten werden identifiziert und behoben. Gute Daten kommen geprüft, vereinheitlicht und automatisiert in euer PIM und ERP.
Für weniger Rückfragen, klar definierte Prozesse und Lieferantendaten, die dann endlich in guter Qualität vorliegen.