ETIM xChange ist ein Datenaustauschformat, das häufig von Herstellern, Händlern und Distributoren angefordert wird. Wir erklären euch die wesentlichen Grundlagen zu diesem Standard ganz einfach und verständlich.

ETIM xChange ist ein modernes Datenaustauschformat für Produktinformationen, das speziell für Branchen wie die Elektrotechnik, SHK oder WEBA entwickelt wurde. Technisch basiert es auf dem schlanken JSON-Format und nutzt den bewährten ETIM-Klassifikationsstandard für eine einheitliche Beschreibung von Produkteigenschaften. Das Ziel des Formats ist ein vereinfachter, international standardisierter Datenaustausch zwischen Lieferanten und Empfängern, wobei es langfristig das ältere BMEcat-Format ablösen soll. Durch eine klare Trennung von Produkt- und Handelsdaten sowie die Integration von Umweltdaten (LCA) bietet es eine zukunftssichere Struktur. Für die effiziente Erstellung und Verarbeitung von ETIM xChange-Dateien empfiehlt sich der Einsatz spezialisierter Softwarelösungen wie CatalogExpress oder das Supplier-Portal.
ETIM xChange ist ein Datenstandard für den Austausch von Produktinformationen innerhalb der Elektrotechnik oder verwandten Branchen wie SHK (Heizung, Sanitär- und Klimatechnik) und außerdem WEBA (Werkzeuge, Eisenwaren und Betriebsausstattung). Es basiert auf dem etablierten ETIM-Klassifikationsstandard, der eine strukturierte und einheitliche Beschreibung von Produkten und deren Produktdaten ermöglicht.
Der Schwerpunkt von ETIM xChange liegt auf dem vereinfachten Austausch von Produktdatenkatalogen zwischen verschiedenen Geschäftspartnern wie Herstellern, Händlern und Distributoren sowie der internationalen Standardisierung. Für eine schlanke Datenstrukturierung und eine schnelle Übermittlung wird das JSON-Format genutzt.
Der Standard basiert auf den Europäischen Stammdatenrichtlinien (European Master Data Guidelines, EMDG) und integriert auch andere bekannte Produktinformationsaustauschstandards wie DICO, BMEcat und FAB-DIS. Das bedeutet, dass ETIM xChange nicht nur auf den Prinzipien dieser Standards aufbaut, sondern auch so konzipiert ist, dass es mit ihnen kompatibel ist.
Dieser offene Ansatz ermöglicht euch, Daten aus Systemen zu importieren und zu verarbeiten, die bereits nach diesen Standards strukturiert sind. Die Kompatibilität mit diesen Standards erleichtert euch den Wechsel zum ETIM xChange-Format, unterstützt die globale Standardisierung und den Austausch von Produktinformationen über verschiedene technische Sektoren hinweg.
Hinweis: Alle Informationen sind auf dem Stand von Februar 2026.
ETIM xChange wird von ETIM International entwickelt, einer in den 1990er Jahren gegründeten Organisation. Ihr Ziel sind einheitliche Standards für den Austausch von Produktdaten zwischen verschiedenen Akteuren entlang der Content-Supply-Chain.
Es gibt außerdem nationale ETIM-Organisationen in verschiedenen Ländern, darunter u.a. Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien (ANGAISA und METEL), die Niederlande oder Nordamerika (USA und Kanada). Diese Organisationen können länderspezifische Richtlinien hinsichtlich der Nutzung des ETIM-Klassifikationsmodells machen und fördern seine Verwendung im Sinne eines möglichst einheitlichen Datenniveaus.
Die Entwicklung der ETIM-Standards zeichnet sich durch kontinuierliche Erweiterungen und Anpassungen aus, um den steigenden Anforderungen verschiedener Branchensektoren gerecht zu werden. Mit der 2005 veröffentlichten ETIM 3.0 Version begann eine neue Ära der Produktklassifizierung im Elektrosektor, da diese Version den Grundstein für eine internationalere und branchenübergreifende Anwendung des Standards legte. Diese Entwicklung setzte sich in den Veröffentlichungen von ETIM 4.0 (2008), ETIM 5.0 (2011) und ETIM 6.0 (2014) fort.
ETIM 7.0 (2017) integrierte erstmals auch den Sanitär/HVAC-Sektor. Version 8.0 (2020) erweiterte die Anwendungsbereiche um den WEBA-Sektor. ETIM 9.0 (2022) ermöglichte schließlich eine branchenübergreifende Standardisierung für die Klassifizierung von Produktdaten in verschiedenen technischen Sektoren, was die universelle Anwendbarkeit des Standards unterstreicht. ETIM 11 soll am 01.12.2026 veröffentlicht werden.
Auch der eigens entwickelte Klassifikationsstandard wird „ETIM“ genannt. Produktdatenklassifikationen helfen, Produkteigenschaften mithilfe standardisierter Wertangaben möglichst eindeutig zu kennzeichnen. Ein gutes Beispiel sind unterschiedliche Farbton-Angaben: Hersteller A bezeichnet sein Produkt als „senfgelb“. Hersteller „B“ produziert ein ähnliches Produkt mit dem exakt gleichen Farbton, bezeichnet sein Produkt aber als „honiggelb“.
Durch die Klassifizierung anhand von Standards wie ETIM wird in beiden Fällen stattdessen der einheitlich definierte Farbton-Wert „gelb“ inkl. einem eindeutigen Code zur klaren Identifikation genutzt. So können sowohl Hersteller, Händler als auch Kunden leichter und eindeutiger Produkte vergleichen. Je nach Branche und Komplexität gibt es neben ETIM auch weitere Klassifikationsstandards wie ECLASS, GPC oder UNSPSC.

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Nun aber zurück zum Datenstandard ETIM xChange. Explizit als neuer Datenstandard für die Übermittlung von ETIM-Daten konzipiert, soll er den bisher häufig genutzten BMEcat-Standard ablösen. Weitere Neuerungen sind unter anderem:
Diese Auflistung bietet Ihnen eine Übersicht zu wissenswerten Aspekten des Datenstandards ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Dateiformat: ETIM xChange basiert auf dem Datenaustauschformat JSON. Der Begriff „JSON Schema“ beschreibt speziell die Datenstruktur eines JSON-Objekts sowie die internen Relationen der angegebenen Daten.
Zeichensatz: Die Verwendung des UTF-8-Zeichensatzes wird dringend empfohlen. UTF-8 repräsentiert fast alle Zeichen des Unicode-Zeichensatzes, der eine umfangreiche Auswahl an Zeichen verschiedener Schriftsysteme weltweit umfasst.
Anwendungsbereich: Das Format kann sowohl für den Austausch kompletter Kataloge als auch in Form eines Änderungskatalog verwendet werden, der nur neue, geänderte oder gelöschte Produktdaten enthält. Technisch wird dies durch das Feld ‚CatalogueType‘ mit den möglichen Werten „FULL“ oder „CHANGE“ definiert. WICHTIG: Bei einem Änderungskatalog ist das Feld ‚ChangeReferenceCatalogueVersion‘ Pflicht, um klarzustellen, auf welche vorherige Katalogversion sich die Änderungen beziehen.
Hierarchiestruktur: Die Formatstruktur unterscheidet zwischen
Folgende Datentypen (data types) werden im Rahmen von ETIM xChange unterstützt:
STRING: Ein String kann viele verschiedene Zeichen (Buchstaben, Zahlen, Leerzeichen) enthalten, aber alle werden betrachtet, als wären sie Text. Ein STRING-Feld in dieser Richtlinie kann eine feste Länge oder eine minimale und maximale Anzahl von Zeichen haben. Auch kann ein Muster definiert werden, um die erlaubten Zeichen einzuschränken, zum Beispiel „String [a-z]{2}[-][A-Z]{2}“ erlaubt nur Werte wie „de-DE“ für Sprachen.
NUMBER: Hier handelt es sich um einen rein numerischen Wert mit oder ohne Dezimalstellen. Das Dezimaltrennzeichen ist der Punkt. Ein Tausendertrennzeichen ist nicht erlaubt. Da das ’number‘-Format in JSON keine Einschränkungen für Dezimalstellen definieren lässt, wurde es für die meisten Felder als String nach einem Muster wie „[0-9]{1,5}[.]{0,1}[0-9]{0,4}“ implementiert.
INTEGER: Ein Integer ist eine ganze Zahl, die positiv, negativ oder null sein kann und keinen Bruchteil oder Dezimalteil hat.
BOOLEAN: Der Datentyp Boolean kann nur zwei Werte darstellen: „true“ oder „false“.
VALUE: Ein Werttypfeld stellt auch alphanumerische Daten dar – mit der Einschränkung, dass nur Werte aus einer vordefinierten (geschlossenen) Wertliste erlaubt sind. In JSON wird dies auch als „enumerated values“ bezeichnet.
DATE: Datenspezifikation werden im Format yyyy-mm-dd (Jahr-Monat-Datum) angegeben. Der 01.02.2024 wird also zu 2024-02-01.
E-MAIL: Ein spezifisches JSON-String-Format zur Validierung von E-Mail-Adressen.
URI (Abkürzung für „Universal Ressource Identifier“: Hier handelt es sich um ein spezifisches JSON-Format, um die gebräuchlichste Nutzung eines Ressourcen-Identifikators zu bezeichnen. Ein URI-Referenz ist entweder ein URI oder eine relative Referenz.
Datentypen (vordefinierte Typspezifikationen): Wenn viele Datenfelder dieselbe Typspezifikation verwenden, ist es sinnvoll, diese Spezifikation/Definition einmal klar zu definieren. Im Anschluss kann in den verschiedenen individuellen Datenfelder auf diesen Abschnitt verwiesen werden. Derzeit betrifft diese Regelung nur GTIN, könnte aber künftig auch für andere Informationen in Frage kommen.
Mehrsprachige (String) Felder: Da das internationale Format den Austausch mehrsprachiger Kataloge unterstützt, sind viele Textfelder als mehrsprachiges String-Feld definiert. Jeder Eintrag in einem mehrsprachigen String-Feld enthält Text oder einen String in einer spezifischen Sprache. Das Datenformat ist so konzipiert, dass diese sprachspezifischen Einträge dem entsprechenden Sprachcode zugeordnet werden. Wenn die Datenauslieferung nur eine Sprache enthält, ist der Sprachtag für mehrsprachige Felder nicht zwingend.
Pflichtfelder und optionale Felder: Das Ziel dieses Austauschformats ist eine flexible „One-fits-all“-Lösung für den globalen Austausch von Produktinformationen in allen ETIM-unterstützenden Ländern. Daher hat das Grundformat eine Mindestanzahl von Pflichtfeldern, wobei nur die für die Produktlistung essenziellen Felder, wie mindestens ein eindeutiger Identifikator, als Pflichtfelder definiert sind. Während auf internationaler Ebene die meisten Felder als optional gelten, können sie auf Landesebene jedoch als Pflichtfelder festgelegt werden. WICHTIG: In einer xChange-Struktur dürfen optionale Felder weggelassen werden, aber wenn sie enthalten sind, dürfen sie nicht leer sein und müssen den Datentyp- und Feldrichtlinien entsprechen.
Alle Angaben dieses Abschnitts beziehen sich ausschließlich auf den deutschen Markt und die Version 1.0. (Stand 19.02.2024).
Element „FullProductDescription“
Hier handelt es sich um eine detailliertere Produktbeschreibung.
Textfelder
Es gibt verschiedene Textfelder, darunter z. B. „MinimalProductDescription“, „UniqueMainItemDescription“ oder „ProductKeyword“. Für diese Textfelder gelten bestimmte Formatrichtlinien:
MIME-Elemente (Bilddaten etc.)
Für jedes „TradeItem“-Attribut ist ein Basisbild (AttachmentType „ATX015“ für Artikelbilder) erforderlich. Empfohlen wird die Bereitstellung zusätzlicher Fotos und Unterlagen. Wichtig: Die Übermittlung von Bildern mit dem Hinweis „Bild nicht verfügbar“ ist nicht erlaubt.
Allgemeine Anforderungen
Angegebene Links müssen während des gesamten Gültigkeitszeitraums der übertragenen Daten verfügbar sein.
Weitere Informationen zu diesem Themenkomplex findet ihr auch in den offiziellen Guidelines, welche im ETIM International Downloadbereich bereitstehen.
Hier findet ihr einen kleinen Ausschnitt der offiziellen Datenstruktur für ETIM xChange. Es handelt sich dabei um den Beginn des Codes:

Die offizielle Einführung des Formats fand mit der Veröffentlichung von Version 1.0 am 19.02.2024 statt. Im August 2024 ist ETIM xChange-Version 1.1 erschienen. Mit dem Patch-Release 1.1 des ETIM xChange-Standards wurden am 27. August 2024 mehrere Korrekturen und Erweiterungen veröffentlicht.
Ein zentraler Punkt war die Behebung eines Fehlers im JSON-Schema, durch den bestimmte Feature-Codes – etwa für imperiale Einheiten (EFI00001) oder länderspezifische Codes (EFUK0001) – zuvor nicht akzeptiert wurden. Außerdem wurde das Feld „CustomsCommodityCode“ angepasst: Statt bisher 8–10 Ziffern sind nun 6–16 Ziffern erlaubt, um internationale Formate (z. B. österreichische mit 11 oder mexikanische mit 16 Stellen) zu unterstützen.
Darüber hinaus gab es redaktionelle Korrekturen im Richtliniendokument:
Zusätzlich wurde eine aktualisierte Version der länderspezifischen Vorschriften veröffentlicht – mit neuen oder überarbeiteten Inhalten für Österreich, Norwegen (Elektrosektor) und Italien (Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik). Die Änderungen sind abwärtskompatibel, sodass alle nach Version 1.0 erstellten Dateien auch gegen die aktualisierte Version 1.1 validiert werden können.
ETIM xChange hat vor allem Relevanz in den Ländern, in denen das Format bereits produktiv genutzt wird. ETIM Deutschland rät derzeit jedoch weiterhin von einem produktiven Einsatz ab, da die vollständige Prüfung der Version durch die Mitgliedsunternehmen noch nicht abgeschlossen ist.
Auch deutsche Unternehmen sollten sich nun verstärkt mit diesem Datenstandard befassen, denn mittlerweile wird auch ETIM xChange 2.0 aktiv in Deutschland eingesetzt.
ETIM xChange 2.0 macht den Datenstandard noch umfassender, weil diese Version insbesondere aktuelle regulatorische Anforderungen berücksichtigt. Hier einige der wichtigsten Neuerungen im Überblick:
Erweiterte Umweltdaten (LCA/EPD): In Zusammenarbeit mit internationalen Expertengruppen wurden neue Felder integriert, um Nachhaltigkeitsinformationen (wie Ökobilanzen oder Umweltdeklarationen) einheitlich und verlässlich austauschbar zu machen.
Transparenz bei Verpackungen: Passend zur neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bietet das ETIM xChange 2.0 jetzt dedizierte Elemente für Packstoffdaten. Damit lassen sich Materialarten und die Recyclingfähigkeit von Verpackungen präzise spezifizieren.
Präzisere Medientypen durch MDX-Codes: Um die Identifizierung von Anhängen zu vereinfachen, nutzt ETIM xChange 2.0 eine geschlossene Liste überarbeiteter MD-Codes (jetzt MDX). Dies sorgt für eine eindeutige Spezifikation, ob es sich z. B. um ein frontales Produktbild oder eine Montageanleitung handelt.
Support für Seriennummern: Das Versionsupdate ermöglicht euch die Verwaltung von Seriennummern direkt im Standard – ein wesentlicher Vorteil für die Rückverfolgbarkeit sowie für Garantie- und Rückrufprozesse.
Optimierte Produktbeziehungen: Relationen wurden flexibler gestaltet. So können nun beispielsweise Ersatzartikel-Sets (1:n-Beziehungen) abgebildet oder Artikel explizit als „Refurbished“ (generalüberholt) gekennzeichnet werden.
Das neue Standardformat bringt viele Neuerungen, welche im Vergleich zu anderen Formaten besonders nützlich sind. Dazu gehören unter anderem:
Internationale Nutzbarkeit: Anders als andere Datenformate ist das ETIM xChange-Format direkt als „One-fits-all“-Lösung konzipiert worden, bei der international genutzte gemeinsame Felder auf allgemeiner Ebene definiert sind. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, alle lokalen Anforderungen des Alltags mit minimaler Datenredundanz abzubilden. Um solche lokalen Informationsbedürfnisse besser bedienen zu können, gibt es mehrere Optionen, um das Format optimal für den lokalen Gebrauch anzupassen und ggf. zu erweitern. Weitere Informationen dazu findet ihr im Abschnitt „Wie sind Daten im ETIM xChange-Format strukturiert?“
Einheitliche Struktur: Es gibt mehrere unterstützte Ebenen wie „Produkt“, „verkaufsfähiger Artikel“ sowie „Verpackungseinheit“. Dadurch können Redundanzen verhindert und die Datenbasis allgemein besser strukturiert werden.
Kleine Dateien: Durch die Nutzung der schlanken JSON-Datenstruktur können Produktinformationen technisch kürzer dargestellt und effizienter aufbereitet werden. Im Vergleich zu anderen Formaten wird dadurch eine geringere Dateigröße erzielt, was wiederum einen schnelleren Datenaustausch zwischen Unternehmen und deren Systemen ermöglicht.
Obwohl es sich in beiden Fällen um Datenaustauschformate handelt, gibt es einige relevante Unterschiede:
Mit ETIM xChange entwickelt ETIM International gemeinsam mit seiner weltweiten Community erstmals selbst einen globalen Standard für den Austausch von Produktdaten – anders als beim ursprünglich in Deutschland entstandenen BMEcat-Format.
BMEcat ist ein XML-basiertes Format für den elektronischen Austausch von Produktkatalogdaten. ETIM xChange hingegen basiert auf einer schlankeren JSON-Datenstruktur.
XML ist als Datenformat älter als JSON und wird daher bereits länger genutzt. XML (Extensible Markup Language) und JSON (JavaScript Object Notation) dienen beide dem Zweck, Daten in strukturierter Form zu speichern und auszutauschen. Sie werden daher auch häufig im Bereich des Produktdatenmanagements genutzt. Aber: Beide Formate unterscheiden sich auch in mehreren Punkten.
XML: XML ist ein Markup-basiertes Format, das Daten in einem hierarchischen Baum mit Elementen, Attributen und Textinhalt darstellt. Jedes Element in XML wird durch Start- und End-Tags definiert, und es kann Attribute enthalten, die zusätzliche Informationen über das Element bereitstellen. XML-Strukturen sind sehr flexibel, können aber aufgrund der Notwendigkeit von schließenden Tags und der expliziten Darstellung der Hierarchie durch Verschachtelung relativ umfangreich werden.
JSON: JSON verwendet im direkten Vergleich ein einfacheres, leichtgewichtiges Datenformat, das auf Schlüssel-Wert-Paaren und Arrays basiert. Es ist eng mit JavaScript verbunden, aber sprachunabhängig und wird von vielen Programmiersprachen unterstützt. JSON ist oft kompakter als XML, da es keine schließenden Tags benötigt und Datenstrukturen wie Arrays direkt unterstützt, was die Darstellung von Listen und Sammlungen vereinfacht.
XML: XML-Dokumente sind menschenlesbar. Sie sind so gestaltet, dass sie auch für Personen ohne spezifische technische Kenntnisse verständlich sind. Allerdings kann die Verwendung von Tags und Attributen das Dokument umfangreicher und für Menschen weniger leicht zu lesen machen – besonders bei komplexen Datenstrukturen.
JSON: JSON ist ebenfalls für Menschen lesbar, ist aber aufgrund seiner kompakteren Struktur und der Verwendung von Schlüssel-Wert-Paaren und Arrays wesentlich leichter les- und schreibbar. JSON-Dateien sind oft kompakter, was die Bearbeitung und das Verständnis erleichtert.
XML: Aufgrund seiner Flexibilität und Erweiterbarkeit wird XML häufig in Situationen eingesetzt, in denen Dokumentstrukturen komplex sind oder sich ändern können. Es wird oft in Webdiensten, Konfigurationsdateien und in Bereichen verwendet, in denen die genaue Dokumentstruktur wichtig ist.
JSON: JSON wird häufig für Webanwendungen und APIs verwendet, wo Effizienz und Geschwindigkeit bei der Datenübertragung wichtig sind. Die kürzere Datenstruktur sorgt für kleinere Dateigrößen, sodass sich elektronische Produktdatenkataloge deutlich schneller austauschen lassen.
ETIM International hat xChange gezielt als neuen Datenstandard konzipiert, welcher den bisherigen BMEcat-Standard ablösen soll.
Angesichts der erwähnten Änderungen und den daraus entstehenden Vorteile gegenüber älteren Datenformaten ist ETIM xChange flexibler und vor allem international einheitlicher.
Passend dazu ist das letzte Update des ETIM BMEcat Formats (Version 5.0) auch spezifisch als Übergangslösung gedacht.
Trotzdem benötigt eine vollständige Umstellung vom BMEcat auf ETIM xChange natürlich Zeit. Wann, inwiefern und wie schnell dies breitenwirksam geschehen könnte, ist allerdings noch nicht abzusehen. Umso wichtiger ist es, euch immer auf dem Laufenden zu halten, um neue Anforderungen von Datenempfängern im Blick zu behalten. Denn: Immer mehr Datenempfänger fordern bereits ETIM xChange.
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Jan ist seit 2024 bei nexoma. Dem gelernten E-Commerce-Kaufmann sind Produktdaten alles andere als fremd. Als sprachlich versierter Marketing Manager ist Jan außerdem unser Mann für viele Texte (Deutsch und Englisch) und versorgt euch unter anderem mit wissenswerten NEXIpedia- und Newsletter-Beiträgen.
