Online-Marktplätze sind elektronische Einkaufsplattformen , die häufig von Herstellern und Händlern genutzt werden, um ihren Absatzmarkt einfach zu erweitern und neue Zielgruppen anzusprechen. Wir erklären euch die wesentlichen Grundlagen einfach und verständlich.

Online-Marktplätze bilden als digitale Plattformen eine zentrale Schnittstelle, auf der Handelspartner effizient miteinander kommunizieren und Geschäfte betreiben können. Da jeder Marktplatz eigene Anforderungen an das Format und die Struktur der Produktstammdaten stellt, entstehen für das Datenmanagement neue Herausforderungen. Verkäufer müssen im Zuge der Data-Syndication Produktdaten automatisiert aus internen Systemen (wie PIM oder ERP) aufbereiten und mithilfe spezialisierter Tools an die Plattformen übermitteln. Auf der anderen Seite stehen Marktplatzbetreiber vor der Aufgabe, beim Data-Onboarding unzählige unterschiedliche Datenformate ihrer Lieferanten automatisiert einzusammeln, zu prüfen und zu filtern. Die reibungslose Datenübertragung ist somit für beide Seiten der entscheidende Erfolgsfaktor auf diesen Plattformen.
Elektronische Marktplätze/Online-Marktplätze (auch digitale oder virtuelle Marktplätze) kommen aus dem Bereich des eBusiness und bilden eine Schnittstelle bzw. eine Plattform, auf der Handelspartner miteinander kommunizieren und Geschäfte betreiben können. Sie werden sowohl im B2B als auch B2C Bereich eingesetzt. Elektronische Marktplätze/Online-Marktplätze sind also elektronische Einkaufsplattformem, auf der Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen vertreiben können. Der Marktplatzbetreiber übernimmt dabei die Rolle als Vermittler/ Makler und stellt eine fertige Infrastruktur zur Verfügung. Für einen reibungslosen Ablauf bei der Produktsuche, Bestellung, Bestätigung, der Versandabwicklung und der Bezahlung ist somit gesorgt.
Ihr könnt als Hersteller und Händler so auf einfachem Wege euren Absatzmarkt erweitern und eine breit gefächerte oder spezialisierte Zielgruppe ansprechen. Dazu müsst ihr in der Regel lediglich ein Händlerkonto einrichten sowie Produktdaten und Informationen zu euren Produkten hinterlegen.
Horizontale Marktplätze bieten euch ähnlich wie große klassische Kaufhäuser (z. B. Harrods in LondonGaleria Kaufhof) ein gemischtes Warensortiment an. Bekannte horizontale, elektronischen Marktplätze sind Amazon und Mercateo. Hier werden Produkte aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen angeboten.
Vertikale Marktplätze dagegen führen ein branchenspezifisches Sortiment und sind häufig auf einen bestimmten Wirtschaftssektor ausgerichtet.
Außerdem lässt sich noch zwischen offenen und geschlossenen Marktplätzen entscheiden. Wie der Name schon sagt, sind offene Marktplätze für alle Teilnehmer zugänglich. Geschlossene Marktplätze kommen häufig in der Fashion Branche vor, hier sind z. B. AboutYou oder Zalando sehr bekannt. Um ihr Produkte und Marken über diese Plattformen vertreiben zu dürfen, benötigen ihr zunächst eine Marktfreigabe von der jeweiligen Plattform. Diese Freigabe ist jedoch an einige Voraussetzungen, wie z. B. das Produktportfolio, die Qualität der Produkte usw. gekoppelt. Als Händler und Hersteller profitiert ihr hier von einer geringeren Konkurrenz und mehr Exklusivität als auf offenen Marktplätzen.
Gerade die Umsätze von Online-Marktplätzen wie Amazon, eBay oder Alibaba steigen seit Jahren. Das liegt unter anderem daran, dass Menschen und Unternehmen sich mehr Produktvielfalt wünschen. Kunden möchten sofort auf die neusten Marken zurückgreifen. Wenn ihr als Händler auf Marktplätze setzt, könnt ihr schneller auf diese Gegebenheiten reagieren. Denn ihr müsst nicht mehr in Vorleistung gehen und keine Vorauswahl mehr treffen. Daher bauen mehr und mehr Unternehmen ihre eigenen Marktplätze auf, wie z.B. Douglas mit der Online-Marktplatz-Lösung Mirakl. Auf dem Douglas-Marktplatz können, z. B. Parfum-Hersteller wie Armani, Hugo Boss oder Lacoste ihre Düfte selbst online stellen. Wenn eine Bestellung mit unterschiedlichen Produkten ausgelöst wird, wird diese durch Mirakl automatisiert an den entsprechenden Anbieter zugewiesen. Anschließend wickelt dann der Verkäufer den Kauf und den ab. Hier ist auch die Rede von Dropshipping.
Marktplatzbetreiber erhalten einen Anteil vom Verkaufspreis und haben einen deutlich geringeren Aufwand. Sie müssen die Ware nicht lagern und auch nicht in Vorleistung gehen. Verkäufer profitieren wiederum von der Bekanntheit und dem oftmals sehr guten Google-Ranking des Marktplatzes.
Da der Erfolg und somit die Bedeutung von Online-Marktplätzen steigt, werden mehr und mehr Marktplätze entstehen. Dadurch ergeben sich sowohl für den Marktplatzbetreiber als auch für die einzelnen Verkäufer neue Herausforderungen für das Produktdatenmanagement. Jeder Online-Marktplatz hat andere Anforderungen an die Aufbereitung der Produktdaten sowie verschiedene Prozesse bei der Datenverwaltung.
Data-Onboarding von Marktplatzbetreibern
Als Marktplatzbetreiber, allgemein Händler, stehen ihr vor der Herausforderung, dass ihr Artikel- und Produktstammdaten von vielen unterschiedlichen Datenlieferanten einsammeln, prüfen, verwalten und ggf. neu anfordern müssen. Neben der Vielzahl der Verkäufer auf einem Marktplatz erhöht sich ebenso die Vielfalt der Datenqualität und der zur Verfügung gestellten Datenformate und Datenstrukturen. Jedoch seid ihr als Marktplatzbetreiber auf die Produktdaten und eine entsprechend gute Datenqualität angewiesen.
Daher müsst ihr automatisierte Prozesse integrieren und Tools für die Verkäufer bereitstellen, um einerseits den eigenen Aufwand so gering wie möglich zu halten und andererseits möglichst viele und valide Daten eurer Verkäufer zu erhalten. Bei dem sogenannten Data-Onboarding von Lieferantendaten empfiehlt es sich eine Lösung (z.B. das Supplier-Portal) vor die zentralen Marktplatz-Systeme zu implementieren, um die eingehenden Daten zuvor zu filtern, zu prüfen und ggf. zurückzuweisen.
Data-Syndication und Feed Management für Marktplatz-Verkäufer
Hersteller und Händler, die auf diversen Marktplätzen Produkte und Lösungen vertreiben, stehen ebenso wie die Händler vor Herausforderungen im Data Management. Jeder Marktplatz stellt unter Umständen andersartige Anforderungen an den Aufbau eurer Daten, das Datenformat und die Bereitstellung der Produktdaten bzw. Produktdaten-Feeds. Die Prozesse zur Datenerstellung für den Marktplatz, auch Data-Syndication genannt, sollten möglichst automatisiert und effizient auf Basis interner Systemen (u. a. PIM oder ERP) abgewickelt werden. Mit spezialisierten Tools (wie CatalogExpress) werden die benötigten Produktdaten direkt aus den eigenen Datenquellen genutzt, in das geforderte Format mit dem entsprechenden Datenaufbau aufbereitet und die Distribution, also die Art der Bereitstellung der Daten (z. B. via SFTP oder API) hinterlegt. Die zeitgesteuerte Auslösung der Datenübermittlung unterstützt bei der automatisierten Umsetzung, sodass ihr euch nicht mehr um die Datenübermittlung sorgen müssen. Andernfalls werden Unmengen an Zeit für die manuelle Aufbereitung von euren Produktdaten benötigt.
Ihr erhaltet Produktdaten von diversen Datenlieferanten und möchtet diese prüfen und automatisiert in euren Marktplatz importieren? Oder ihr möchtet elektronische Kataloge an Marktplätze syndizieren? Mit unseren Softwarelösungen für Lieferantendaten-Onboarding (Supplier-Portal) und Product-Data-Syndication (CatalogExpress) automatisiert ihr eure Produktdatenprozesse auf Online-Marktplätzen.
Wie ein Chamäleon passt sich CatalogExpress jeder Umgebung an: Kunden, Datenpools, Marktplätze, – jeder fordert andere Daten. Mit unserem Data-Syndication-Tool führt ihr Datenquellen zusammen, bereitet sie passgenau auf und verteilt sie automatisiert an eure Zielkanäle.
So generiert ihr Klassifikationen, individuelle Formate oder bekannte Datenstandards – schnell, fehlerfrei und wiederverwendbar.
Wie ein fleißiges Eichhörnchen sammelt, prüft und klassifiziert das Supplier-Portal eure Lieferantendaten – immer streng nach euren vorgegebenen Regeln Fehlerhafte Daten werden identifiziert und behoben. Gute Daten kommen geprüft, vereinheitlicht und automatisiert in euer PIM und ERP.
Für weniger Rückfragen, klar definierte Prozesse und Lieferantendaten, die dann endlich in guter Qualität vorliegen.
Julia ist seit März 2022 in unserem Marketingteam. Als Bachelor of Arts im Dienstleistungsmarketing versorgt Julia euch u. a. mit Inhalten zu Marketingthemen, Success-Storys und zur NEXIpedia.
