Vergesst Versprechen von bis zu 100 % mehr Umsatz: Eine Data-Syndication-Software druckt euch kein Geld, sondern ist ein Werkzeug für Skalierung und Risikominimierung. Wir zeigen euch ohne Vertriebsbrille, wann sich der Einsatz für euer Unternehmen wirtschaftlich rechnet – und wann ihr besser bei euren Bordmitteln bleibt.

Ob sich die Anschaffung einer Data-Syndication-Software für euch lohnt, hängt nicht an starren Faustformeln, sondern an eurer Systemdynamik: Wenn ihr nur 20 bis 50 SKUs führt, simple Excel-Listen an 1 bis 2 Händler liefert und euer manueller Aufwand verschwindend gering ist, bleibt besser bei euren bestehenden Bordmitteln. Zum Gamechanger wird eine Software erst, bei steigenden Kanalanzahlen, ständigen Updates und anspruchsvolle Standards wie ETIM BMEcat oder DQR-Vorgaben. Bevor euer Team in Suchen-und-Ersetzen-Aktionen versinkt, der Launch neuer Produkte blockiert wird oder Reklamationen eure Marge auffressen, wird Automatisierung zum Gamechanger. Die Software rechnet sich für euch genau dann, wenn eure Zeitersparnis, vermiedene Fehlerkosten und schnellere Umsätze die jährlichen Lizenz- und Implementierungskosten übersteigen.
Falls ihr beim Begriff Data-Syndication noch ein Fragezeichen im Kopf habt oder neu in der Thematik seid: Keine Sorge, das ist schnell erklärt.
Im Grunde bezeichnet Data-Syndication den Prozess, eure Produktdaten (die ihr typischerweise in einem ERP, PIM oder in Excel pflegt) aufzubereiten, zu transformieren und an eure externen Vertriebskanäle zu verteilen. Das können Großhändler, B2B-Marktplätze, Branchen-Portale oder Fachhändler-Webshops sein.
Das Problem an der Sache: Kein Empfänger möchte eure Daten im selben Format haben.
Data Syndication ist also das Bindeglied, das eure zentralen Stammdaten automatisch in genau die Form übersetzt, die der jeweilige Empfänger fordert. Data-Syndication-Lösungen wie z.B. unser CatalogExpress helfen euch dies automatisiert zu tun.
Oft hört man in der Branche einfache Pauschalregeln wie: „Unter 100 Produkten lohnt sich keine Software.“ Oder: „Ab 5 Kanälen braucht man zwingend ein Tool.“ In der B2B-Praxis greifen solche Faustformeln schlichtweg zu kurz.
Am Ende läuft alles auf eine klassische Kosten-Nutzen- bzw. ROI-Rechnung hinaus. Auf der einen Seite stehen die Gesamtkosten für die Software-Anschaffung – von Nutzungsgebühren über die Einrichtung bis zur laufenden Betreuung. Auf der anderen Seite stehen die Vorteile, die ihr dadurch gewinnt: monetär durch schnelleres Umsatzwachstum und vermiedene Fehlerkosten, operativ durch spürbare Zeitersparnis und entlastete Teams. Entscheidend ist, ob Kosten und Nutzen in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen.
Bevor ihr euch jedoch tief in ein Rechenmodell stürzt, könnt ihr euch zur ersten Orientierung selbst ein paar zentrale Fragen stellen:
Eine Data-Syndication-Software lohnt sich also beispielsweise NICHT, wenn:
Doch wann schlägt das Pendel um und eine Data-Syndication-Software wird zum Gamechanger? Der Punkt, an dem manueller Aufwand unrentabel und teuer wird, ist selten eine reine Produktzahl. Es ist die Dynamik im Gesamtsystem.
Der Kipppunkt ist oft genau dann erreicht, wenn steigende Kanalanzahlen, frequente Updates (z. B. bei Preisen oder Verfügbarkeiten) und unterschiedliche Datenanforderungen (wie ETIM BMEcat, unterschiedliche ETIM-Versionen oder Portale mit DQR-Vorgaben) aufeinandertreffen.
Ab diesem Moment passiert etwas Gefährliches: Der Aufwand skaliert nicht mehr linear, sondern wächst euch über den Kopf. Verdoppelt ihr eure Vertriebskanäle, verdoppelt sich nicht einfach eure Arbeitszeit – der Aufwand vervielfacht sich. Denn jeder neue Kanal bringt eigene Datenanforderungen mit sich. Bestehende PIM- oder ERP-Systeme stoßen hier an Grenzen, weil sie für die zentrale Datenpflege gebaut sind, nicht für die kanalspezifische Verteilung im B2B. Um Sonderwünsche verschiedener Händler abzubilden, müssten dort oft teure Einzel-Schnittstellen programmiert werden.
Ohne Automatisierung wird diese Aufbereitung schnell zum Problem, das u.a. an folgenden Stellen im Unternehmen unbemerkt Marge verbrennt:
Eine Data-Syndication-Software ist kein reines IT-Projekt, sondern immer eine strategische Investition. Um festzustellen, ob sich diese Anschaffung für euch wirklich lohnt, macht es Sinn, das Ganze einmal knallhart wirtschaftlich zu betrachten.
Gerade im Mittelstand stehen Unternehmen größeren Investitionen oftmals zögernd gegenüber, da solche Ausgaben schnell als Risiko bewertet werden. Die Folge: Mittelständische Unternehmen treffen ihre Investitionsentscheidungen in aller Regel nicht ohne eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Wenn ihr Entscheider von der Einführung überzeugen wollt, müsst ihr der Geschäftsführung fundierte Fakten und harte Zahlen auf den Tisch legen.
Neben der reinen Effizienzsteigerung zählt die Betrachtung des Return on Investment (ROI) zu den wichtigsten Parametern bei der Entscheidungsfindung. Ein solider Business Case stützt sich in der Praxis dabei häufig auf drei zentrale Säulen, die meist den größten finanziellen Hebel bieten:
Das Fazit ist simpel: Eine professionelle Softwarelösung lohnt sich genau dann, wenn die Kosten eures manuellen Aufwands sowie die blockierten oder neu gewonnenen Umsätze die jährlichen Lizenz- und Implementierungskosten der Software übersteigen.
Julia ist seit März 2022 in unserem Marketingteam. Als Bachelor of Arts im Dienstleistungsmarketing versorgt Julia euch u. a. mit Inhalten zu Marketingthemen, Success-Storys und zur NEXIpedia.
