UNSPSC ist ein internationaler, offener Standard zur Klassifikation von Produkten und Dienstleistungen, der häufig von weltweit agierenden Unternehmen und Beschaffungsplattformen angefordert wird. Wir erklären euch die wesentlichen Grundlagen zu diesem Klassifikationssystem ganz einfach und verständlich.

UNSPSC („United Nations Standards Products and Services Code“) ist ein weltweit verbreiteter, offener Standard zur systematischen Klassifikation von Produkten und Dienstleistungen. Er ist vierstufig aufgebaut (Segment, Familie, Klasse und Ware), wobei eine optionale fünfte Stufe „Geschäftsfunktion“ergänzt werden kann. Standardmäßig ist der Code also 8-stellig – mit der zusätzlichen Stufe dann 10-stellig. Durch diese klare Einordnung von Produktangaben ermöglicht er einen einheitlichen, branchenübergreifenden Datenaustausch zwischen Lieferanten und Empfängern. Besonders im internationalen eProcurement ist der UNSPSC-Standard weit verbreitet, weil er sprach- und kulturneutral funktioniert. Der Datenaustausch (etwa in euer PIM oder ERP) erfolgt in der Regel über elektronische Katalogformate wie BMEcat, XML oder JSON. Bei der Generierung und Ausleitung dieser und weiterer Formate können euch unsere spezialisierten Produktdatenmanagement-Softwarelösungen unterstützen. Sie helfen euch auch, den Pflegeaufwand bei regelmäßigen Updates gering zu halten.
Wenn ihr als Unternehmen vor der Aufgabe steht, eure Warengruppen und Produkte eindeutig und systematisch zu klassifizieren, stehen euch gleich mehrere Klassifikationsmodelle zur Wahl – darunter auch die Nutzung von UNSPSC-Codes.
UNSPSC ist ein offener Standard zur Klassifikation von Produkten und Dienstleistungen. „Offener Standard“ bedeutet, dass die Nutzung weltweit kostenlos und leicht zugänglich ist. Dadurch wird euch sowohl ein schnelles und einheitliches Data-Onboarding in das eigene PIM-/ERP-System, als auch eine strukturierte Data-Syndication in ein fremdes System ermöglicht.
Hinweis: Redaktionelles Update im April 2026 (Fachlicher Stand: Oktober 2025)
Die Abkürzung „UNSPSC“ steht für „United Nations Standards Products and Services Code“ und ist ein Standard zur Klassifikation von Produkten und Dienstleistungen. Der UNSPSC-Standard wurde 1998 gemeinsam vom UNDP (United Nations Development Programme) und Dun & Bradstreet entwickelt. Nach der Betreuung durch GS1 US bis Ende 2024 liegt die Verantwortung seit 2025 vollständig beim UNDP.
Nicht nur, aber gerade auch für international tätige Händler und Anbieter kann die Nutzung von UNSPSC-Codes eine sinnvolle Entscheidung sein. Der Hintergrund: UNSPSC hat sich vor allem im englischsprachigen Raum entwickelt. Daher ist der UNSPSC-Standard vor allem auf internationaler Ebene weit verbreitet und akzeptiert.
Das international gebräuchliche Klassifikationsmodell wird hauptsächlich im E-Procurement eingesetzt und kann aufgrund der breit gefächerten Warenbereiche auch branchenübergreifend genutzt werden. Beispielsweise müssen Lieferanten ihre Produkte für das Beschaffungsportal der UN, den United Nations Global Marketplace (UNGM) nach UNSPSC klassifizieren.
Im Bereich der elektronischen Geschäftsprozesse besteht ein UNSPSC-Code üblicherweise aus acht Ziffern. Diese acht Ziffern sind wiederum in vier Ziffernpaare unterteilt. Jedes Ziffernpaar repräsentiert dabei eine Klassifikations-Ebene bzw. Stufe.
Man kann UNSPSC auch als hierarchisches Klassifikationsmodell bezeichnen: Jede Ebene kategorisiert ein Produkt nämlich immer spezifischer bzw. detaillierter.
Die vier klassischen Stufen eines UNSPSC-Codes sind:
Stufe 1 – Segment: Logistische Aggregation von Produktfamilien zu Zwecken der Analyse (die ersten beiden Ziffern)
Stufe 2 – Familie: Gruppe von Warenkategorien, die in einer Beziehung zueinanderstehen
Stufe 3- Klasse: Eine Warengruppe, die gemeinsame Merkmale teilt
Stufe 4 – Ware: Gruppe austauschbarer Produkte und Dienstleistungen (die letzten beiden Ziffern).
Je nach Produkt könnt ihr aber auch
Stufe 5 – Business Function (Geschäftsfunktion)
ergänzen.
Diese optionale Stufe ist für spezifische Zusatzleistungen zu einem Produkt (z.B. Leasingangebot oder andere Dienstleistungsinformationen) gedacht.
Falls ihr diese fünfte Stufe ebenfalls nutzt, wird der eigentlich 8-stellige UNSPSC-Code dann 10-stellig.
Die Klassifizierung nach UNSPSC und die einzelnen Stufen könnt ihr am besten anhand eines Beispiels nachvollziehen. Stellt euch vor, ihr möchtet einen Laserdrucker nach UNSPSC klassifizieren.

Beispiel für die UNSPSC-Klassifizierung eines Laserdruckers.
Der UNSPSC-Code für einen Laserdrucker lautet 43212105. Aber wie kommt man darauf, und was bedeuten diese Ziffern genau?
Damit ihr Produktdaten mit passenden UNSPSC-Codes anreichern bzw. an Datenempfänger bereitstellen könnt, müsst ihr diese Codes natürlich zuerst kennen bzw. erhalten. Dafür habt ihr im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:
Falls ihr bereits länger mit Produktdaten und ihrer Pflege zu tun habt, wisst ihr, dass es längst nicht nur eine Möglichkeit für die Klassifizierung von Produktdaten gibt. Bestimmte Klassifikationsstandards sind je nach Branche und Einsatzgebiet besonders geläufig – etwa ETIM, ECLASS oder GPC.
Aber wodurch unterscheidet sich UNSPSC von diesen und anderen Klassifikationsmodellen? Und wann kann die Nutzung von UNSPSC-Zifferncodes besonders sinnvoll sein?
Hier findet ihr fünf grundlegende UNSPSC-Eigenschaften in der Übersicht:
UNSPSC ist ein globaler Standard, der Produkte und Dienstleistungen unabhängig von der Branche und einem geografischen Standort klassifiziert. Es wird häufig in der Beschaffung und im Supply Chain Management eingesetzt.
ETIM und ECLASS hingegen sind spezifischer für bestimmte Branchen wie Elektrotechnik, Bauwesen und Automobilindustrie konzipiert.
UNSPSC basiert auf einer hierarchischen Struktur mit vier Ebenen: Segment, Familie, Klasse und Ware. Diese Struktur ermöglicht eine breite Abdeckung verschiedener Produkt- und Dienstleistungskategorien.
ETIM und ECLASS haben ebenfalls eine hierarchische Struktur, sind jedoch spezifischer und detaillierter in Bezug auf die Produkte und Merkmale, die sie klassifizieren.
UNSPSC ist ein von den Vereinten Nationen anerkannter Standard und wird weltweit akzeptiert.
ETIM und ECLASS sind von verschiedenen Branchenverbänden entwickelte Standards und werden hauptsächlich in ihren jeweiligen Industrien verwendet, obwohl sie auch international anerkannt sind.
UNSPSC ist sprach- und kulturneutral. Diese Codes können unabhängig von der Sprache oder dem kulturellen Kontext verwendet werden.
ETIM und ECLASS werden häufig in spezifischen Regionen und Branchen eingesetzt und können sprachliche oder kulturelle Anpassungen enthalten, um den lokalen Anforderungen gerecht zu werden.
UNSPSC wird von einer gemeinnützigen Organisation verwaltet und regelmäßig aktualisiert, um den sich ändernden Anforderungen des globalen Marktes gerecht zu werden. ETIM und ECLASS werden von Branchenverbänden und -organisationen verwaltet und ebenfalls regelmäßig aktualisiert, um den Anforderungen ihrer jeweiligen Branchen gerecht zu werden.

Ihr hättet gerne Informationen zu Klassifikationsstandards wie ETIM, ECLASS, GPC oder UNSPSC –gebündelt in einer PDF-Datei? Kein Problem: Fordert jetzt unser kostenloses Whitepaper an.
Hinweis: Unser Whitepaper richtet sich explizit an Unternehmen. Nutzt daher bitte eure Firmen-E-Mail.
Der Umgang mit Datenstandards wie UNSPSC kann auf den ersten Blick etwas verwirrend sein. Mit einem smarten Produktdatenmanagement könnt ihr den Umgang mit UNSPSC aber angenehm gestaltet. Hier ein paar Praxistipps, die euch helfen können:
Wie ihr seht, ist ein Klassifikationsmodell also nicht automatisch „besser“ oder „schlechter“ als ein anderes. Vielmehr sind manche Klassifikationen für bestimmte Anwendungsfälle nützlicher – oder eben weniger nützlich als andere Optionen. Allgemein ist wichtig, die spezifischen Merkmale und Anforderungen genau abzuwägen, um die geeignete Klassifikation für ein bestimmtes Projekt oder eine bestimmte Organisation auszuwählen.
Natürlich bringt euch die Nutzung von UNSPSC aber auch bestimmte Vorteile. Dazu gehören unter anderem:
1. Es handelt sich um einen offenen Standard und damit ein kostenlos nutzbares Klassifikationsmodell.
2. Das Klassifikationsmodell hat weltweite Gültigkeit, was euch den Zugang zu internationalen Märkten erleichtert.
3. Eure Produktbeschaffung ist einfacher, da je nach Kontext alle Produkte in den gleichen Codes eingeordnet werden.
4. Die einheitliche Klassifizierung erleichtert euch die interne sowie unternehmensübergreifende Kommunikation und den Datenaustausch.
5. Je mehr Unternehmen UNSPSC nutzen, desto besser könnt ihr Verkaufserfolge auf Online-Marktplätzen oder durch den Ladenverkauf direkt an den Endverbraucher analysieren.
Neben diesen und weiteren Vorteilen solltet ihr bezüglich UNSPSC auch Nachteile bzw. potenzielle Herausforderungen im Blick haben, um diese bestmöglich meistern zu können. Hier ein kleiner Überblick über mögliche Stolpersteine:
Die gute Nachricht: Spezialisierte Produktdatenmanagement-Softwarelösungen wie etwa unser Supplier-Portal und CatalogExpress helfen euch – etwa bei der Anreicherung von Produktdaten, der Datentransformation, der Generierung von UNSPSC-Daten und der letztendlichen automatisierten Bereistellung an diverse Zielkanäle wie etwa 1WorldSync, 2BA/InstallData, Amazon, ARGE Neue Medien, ausschreiben.de, BEGROS, building-masterdata.com, Conrad, eBay, ELGATE, Galaxus, GS1, Heinze-Lieferantenportal, Mercateo / Unite, Open Datacheck, OTTO, das SAXO-Portal, SAP Ariba, Shopware und simple system.
Ihr erhaltet Produktdaten von diversen Datenlieferanten und möchtet alle Daten einheitlich nach UNSPSC klassifiziert erhalten? Oder ihr möchtet eure bestehenden Produktdaten um eine UNSPSC-Klassifikation anreichern bzw. diese generieren? Mit unseren Softwarelösungen für Lieferantendaten-Onboarding (Supplier-Portal) und Product-Data-Syndication (CatalogExpress) automatisiert ihr eure Datenaustauschprozesse und verarbeitet Formate wie BMEcat 1.2 & 2005, BMDG, CIF Ariba, CSV, DATANORM, DPB-Branchenstandard, DICO, DQR, ETIM BMEcat (4.0.3. und 5.0), ETIM xChange, EXCEL/XLSX, FAB-DIS, GAEB, JSON, openTRANS, PBSeasy, XML und XRechnung. Natürlich könnt ihr damit auch Klassifikationsstandards wie etwa UNSPSC importieren, generieren oder bereitstellen.
Wie ein fleißiges Eichhörnchen sammelt, prüft und klassifiziert das Supplier-Portal eure Lieferantendaten – immer streng nach euren vorgegebenen Regeln Fehlerhafte Daten werden identifiziert und behoben. Gute Daten kommen geprüft, vereinheitlicht und automatisiert in euer PIM und ERP. Für weniger Rückfragen, klar definierte Prozesse und Lieferantendaten, die dann endlich in guter Qualität vorliegen.
Wie ein Chamäleon passt sich CatalogExpress jeder Umgebung an: Kunden, Datenpools, Marktplätze, – jeder fordert andere Daten und Klassifikationen. Mit unserem Tool führt ihr Datenquellen zusammen, bereitet sie passgenau auf und verteilt sie automatisiert an eure Zielkanäle. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Klassifikationssystemen und -versionen gelingt damit mühelos. So generiert ihr Klassifikationen, individuelle Formate oder bekannte Datenstandards – schnell, fehlerfrei und wiederverwendbar.
Jan ist seit 2024 bei nexoma. Dem gelernten E-Commerce-Kaufmann sind Produktdaten alles andere als fremd. Als sprachlich versierter Marketing Manager ist Jan außerdem unser Mann für viele Texte (Deutsch und Englisch) und versorgt euch unter anderem mit wissenswerten NEXIpedia- und Newsletter-Beiträgen.
